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Bericht der Klubschau 2008 in Sursee

Die Stadthalle in Sursee war ein toller Ausstellungsort für die schweizerische Klubschau der 
Wyandotten-Züchter. Die Organisatoren haben mit viel Herzblut eine tolle und übersichtliche 
Ausstellung gemacht. 
Bewertet wurden die die 237 Tiere in 20 Farbenschläge von folgenden Richterkollegen; Sommer 
Willi, Lengacher Christian, Kobel Peter und Gloor Walter. Was mich sehr schmerzte war, dass kein 
einziges Tier der Grossrassen ausgestellt wurde! 
Zwergwyandotten 
5.10 Weiss; Erfreulich war, dass sich die moderne Wyandottenform zunehmend festigt. Die 
Oberlinie zeigten die meisten schön ausgereift. Im Schwanzabschluss „Hufeisenförmig“ waren schon 
gute Tiere zu sehen. Die Schenkelfreiheit dürfte noch etwas klarer sein, dies hatte aber auch einen 
Zusammenhang mit der leider etwas mangelhaften Gefiederstruktur. Der Kammdorn wird länger 
und tiefer dem Nacken folgend verlangt. Der Wunderschöne Hahn Hv 96 von Germann Markus, 
Gänsbrunnen konnte in allen Punkten überzeugen und wurde verdient Rassensieger. Herzliche 
Gratulation 
4.8 Silber-Schwarzgesäumt; Bei diesem Farbenschlag freute mich die Verbesserung im Rücken, nur 
noch wenige Tiere zeigten die kurze und schmal ansteigende Rückenlinie. Der offene und 
Federreiche Schwanzabschluss ist jedoch weiterhin der schlechteste Punkt von diesem 
Farbenschlag. Zu beachten ist die Standhöhe und die Grösse! Einige Tiere waren da schon am Limit. 
Was lobenswert war, sind die breiten und durchwegs tolle Gefiederstruktur. Das Flügeldreieck 
zeigten die Hähne ausgezeichnet. Bei den Hennen waren kaum russige Tiere zu sehen, der schwarze 
Saum sollte noch feiner und nicht zu breit sein. 
12.24 schwarz; die schwarzen waren sehr gut vertreten und erhielten durchwegs hohe Punkte. Für 
die gute und breite Gefiederstruktur sind die schwarzen bekannt. Ein intensiver Grünglanz sollte 
selbstverständlich sein. Es gibt immer noch Tiere die zuwenig Grünglanz zeigen dafür vermehrt 
violette Einlagerung was zu Punkteabzug führte. Der Schwanzabschluss ist erstaunlicherweise noch 
nicht so ausgereift und die Züchter sind da gefordert. Die Tiere von Monika Wenger, Rüschegg-
Heubach zeigte einen hohen Zuchtstand und wurden mit dem Ehrenband belohnt. 
3.6 Rot; dieser junge Farbenschlag hat noch einiges an Arbeit vor. Die flache Rückenlinie ist weiterhin 
zu verbessern, ebenfalls der Ausgerundete Schwanzabschluss. Die Gefiederstruktur und die 
Schenkelfreiheit waren dagegen hervorragend. Der ausgeglichene Stamm von Anton Meier 
Gäuensee mit einem erstaunlichen Durchschnitt von 95 Ptk, zeigte, was möglich ist. 
5.10 Weiss-schwarzcolumbia; Gute Hähne mit ausgezeichnetem Kragenschluss. Die Struktur wird 
straffer verlangt, ebenfalls sind bei den Hennen auf eine bessere und enger anliegende Flügelhaltung 
zu achten. Einige zeigten auch viel schwarz im Untergefieder was grau verlangt wird. Die 
Schenkelfreiheit dürfte ebenfalls ausgeprägter sein. Die knappe und mangelhafte Kragenbildung bei 
den Hennen überrasschte. 
1.2 Weiss-Blaucolumbia; für den eher selten Farbenschlag zeigten die Tiere gute Ansätze, der 
Kragenschluss und der Halsbehang waren gut gezeichnet, im Rücken etwas länger, ansteigender 
Rückenlinie und voller Schwanzabschluss. Bei den Hennen hätte man auch eine ausgeprägter 
Schenkelfreiheit gewünscht. Ich wünsche dem Züchter weiterhin viel Ausdauer und Spass bei diesem 
wunderschönen Farbenschlag. 

3.6 Gestreift; Wünsche wie mehr Körperlänge waren auf die Form bezogen , zwei Hähne zeigte 
einen kurzer Rücken und hochgestellte Brust was ein V darstellte. Bei den Hennen wäre noch eine 
exaktere Zeichnung in den Schwingen erwünscht, der Kammdorn länger und tiefer dem Nacken 
folgend. Der Stamm von Dubach Heinz glänzte mit einem tollen Durchschnitt. 
1.2 Golhalsig; ein sehr schwieriger Farbenschlag der bis heute noch nicht rein gezüchtet wird. Die 
Hennen zeigten eine wunderbare Mantelfarbe mit feiner Rieselung. Beim Hahn wurde eine bessere 
Oberlinie verlangt und eine breitere Struktur. Die Kopfpunkte etwas feiner. Im Allgemeinen ist auch 
auf die Grösse zu achten. 
8.16 Silberfarbig-Gebändert; Dieser Farbenschlag hat an Qualität gegenüber den Vorjahren etwas 
eingebüsst. Die saubere, feine Brustzeichnung, reines sattes silberfarbiges Flügeldreieck, korrekte 
Halszeichnung wurden nicht mehr bei allen Hähnen gezeigt. Die Standhöhe und Grösse wurde 
dagegen verbessert. Die Kopfpunkte sind etwas grob geworden. Der Stamm vom Kämpfer Nelly, 
Egerkingen überragte in Form, Haltung und einer korrekten Zeichnung. Die Henne mit Hv 96 wurde 
verdient Rassensiegerin. Gratulation 
4.8 Gelb: Erfreulich ist hier, dass sich die Form langsam gefestigt hat. Auf die Federfestigkeit ist 
weiterhin grosse Achtung zu schenken. Unreine Schwingen-und Schwanzfarbe liessen keine höheren 
Punkte zu. Die Kopfpunkte sind auch hier weiter zu verbessern und zu verfeinern. Das Ehrenband 
erhielt der Stamm von Keller Hans, Grosshöchstetten. 
2.4 Blau; Bei allen Tieren war das Taubenblau sehr eindrucksvoll. Die gezeigten Hähne hatten jedoch 
eine recht starke Brustzeichnung was mangelhaft ist. Dem weichen Gefieder ist weiterhin Achtung 
zu schenken, denn nur mit einer kräftigeren Struktur ist auch die verlangte Schenkelfreiheit zu 
erreichen. Die Hennen zeigten sich in Farbe und Form etwas besser, was sich auch in den Punkten 
zeigte. Die Kopfpunkte sind auch hier feiner gefordert. 
2.4 Braungebändert; Die Hähne zeigten eine gute Standhöhe. Die Kopfpunkte, der feine geperlte 
Kamm wurde etwas vermisst. Eine sehr korrekt gezeichnete Bänderung mit klarer Grundfarbe 
welches ich in dieser Form bisher kaum gesehen hatte, zeigten die Hennen von Meister Martin, 
Herbetswil. Ich wünsche Ihm mehr Kollegen, die Ihn bei diesem schönen Farbenschlag unterstützen. 
9.18 Gelb-Schwarzcolumbia; Die meisten Hähne hatten eine gute Standhöhe und auch die Grösse 
entspricht den Anforderungen. Der Kragenschluss wurde von den meisten Tieren gut und korrekt 
gezeigt, zu beachten ist dagegen, dass das Halsgefieder gelb bleibt und keine schwarzen 
Einlagerungen am Halsansatz zeigt. Die Grundfarbe bei den Hennen war schon etwas fleckig was 
keine Höchstnoten mehr zugelassen hatte. In der Form dürften die Hennen einen volleren und 
Federreicheren Schwanzabschluss zeigen. Die Herde von Meyer Thomas, Villmergen erreichte den 
höchsten Durchschnitt und wurde zu recht mit dem Ehrenband belohnt. 
2.4 Gelb-Blaucolumbia; die Hennen waren hier noch besser im Schuss als die Hähne. Vermisst wurde 
der volle und Federreiche Schwanzabschluss, sowie einen fein geperlten Kamm und tiefliegenden 
Kammdorn. Nur wer selber mal diesen Farbenschlag gezüchtet hat, weiss wie schwer der zu züchten 
ist. Gratulation für diese Ausdauer. 
1.2 Gold-Blaugesäumt; Leider wird dieser wunderschöne Farbenschlag immer wie weniger gezeigt. 
Beim Hahn wünschte man eine bessere Oberlinie und einen volleren Schwanzabschluss. Beide 
Hennen zeigten eine feine Säumung und gute Grundfarbe. Der Schwanzabschluss dürfte 
federreicher sein. Die Kopfpunkte dürften feiner und kompakter sein. 

1.2 Gold-weissgesäumt; Die Zeichnung beim Hahn war ausgezeichnet, ebenfalls eine Henne zeigten 
eine feine Zeichnung mit guter Grundfarbe. Leider musste eine Henne wegen fehlendem Kammdorn 
ausgeschlossen werden. Die Kopfpunkte sind aber auch bei den anderen Tieren mangelhaft. Schade 
aber sicher nicht hoffnungslos. 
1.2 Gelb-schwarzgesäumt; Im Typ dürfte der Hahn ausgereifter aber nicht mehr grösser sein. Der 
Schwanzabschluss voller und ausgerundeter. Die Grundfarbe bei den Hennen wird noch gelber 
erwünscht, der schwarze Saum feiner und korrekter gezeichnet. Das Zeichnungsfeld reiner, ohne 
Russ. Der Züchter kann jedoch zufrieden sein und ich wünsche Ihm viel Ausdauer. 
14.28 Orangesfarbig-Gebändert; Mitlerweilen der meistgezüchtete Farbenschlag. Bei den 
ausgeglichenen Tieren war es für den Richter keine leichte Aufgabe. Die Hähne waren bis auf zwei 
alle im oberen sg, erfreulicherweise zeigten die guten Formen mit sg Oberlinie. Grösstenteils waren 
sehr feine Brustzeichnungen und gute Flügeldreiecke zu sehen. Im Halsbehang zeigten noch nicht 
alle den geforderten Oranges. Die zum Teil schweren Kopfpunkte und unterschiedlichen Farbe im 
Hals-und Sattelbehang machten die Unterschiede aus. Nur wenige Hennen zeigten ein ganz klares 
Farbfeld mit exakter Bänderung, hier ist noch Arbeit angesagt. Das Ehrenband wurde Daniel 
Aebischer, Schwanden zugeteilt. 
3.6 Braun-Prozellanfarbig; Eine positive Entwicklung der Hähne gibt es in der Zeichnung, welche von 
der Brust bis in die Schenkel recht deutlich und in der Grundfarbe sauber zu sehen ist. Ebenfalls 
wurde eine ordentliche Flügelbinde gezeigt. In der Form ist noch Arbeit angesagt. Stark verbessert in 
Form und Grundfarbe haben sich die Hennen. Der Abschluss wird aber noch ausgereifter verlangt. 
Die Kopfpunkte sind noch zarter gewünscht. Die Lauffarbe wird auch reiner verlangt. 
2.4 Lachsfarbig; Obschon in Deutschland schon seit 10 Jahren Anerkannt, wurde dieser Farbenschlag 
zum ersten male an der Klubschau gezeigt. Beide Hähne zeigten ein tolles Farbbild. Der Halsbehang 
zeigte ebenfalls das versteckte Braun. Die Oberlinie ist schon recht ansprechend, die Grösse ist aber 
sicher noch zu verbessern. Die rotbraune Färbung der kleinen Flügeldecke mit der ausgeprägten 
messingfarbigen Säumung wurde recht gut gezeigt, ist dies doch zuständig für eine korrekte und 
gleichmässige Säumung bei den Hennen. Zwei der vier Hennen zeigten ein super Farbbild bei den 
anderen Hennen wird die feine Säumung noch exakter erwartet. Ich bin mir sicher, dieser 
Farbenschlag wird an der nächsten Klubschau mit mehr Tieren zu sehen sein. 
Autor. Heinrich Bachmann, Steffisburg